Temperatur
Das Jahr liegt mit einer Durchschnittstemperatur von 9,4 °C im Vergleich zum langjährigen Schnitt von 9,6 °C fast im Schnitt.
Das Temperaturmaximum von 31,7 °C wurde am 12.8. um 16 Uhr 32 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -11,2 °C am 24.1. um 8 Uhr. Das Jahr wies 20 Eis-, 87 Frosttage, 6 Tropen- und 38 Sommertage auf.
Niederschlag
Der Gesamtniederschlag von 760,7 Litern liegt geringfügig unter dem langjährigen Schnitt von 788,2 Litern. Die Zahl von 176 Niederschlagstagen übersteigt dagegen deutlich den Schnitt (155).
Der höchste Tagesniederschlag mit 44,6 Litern fiel am 13.1. - zwischen 8 Uhr und 23 Uhr, der höchste Niederschlag pro Stunde am 8.7. mit 22 Litern.
An nur vier Tagen fielen mehr als 20 Liter Niederschlag.
Die längste Trockenperiode reichte vom 26.7. bis 12.8. (17 Tage).
Luftdruck
Das Luftdruckmaximum von 1033 hPa wurde am 16.3. um 5 Uhr 40 und erneut am 30.12. um 8 Uhr 23 erreicht, das Minimum betrug 988 hPa am 5.5. um 1 Uhr 30.
Die maximale Luftdruckänderung am Tag betrug 22 hPa am 19.11., die maximale Änderung pro Stunde 4 hPa am 12.1.
Wind
Die maximale Windgeschwindigkeit von 65 km/h wurde am 12.1. erreicht. Windreichster Monat war der Januar, dicht gefolgt vom Februar. Danach nahm die Windhäufigkeit monatlich bis zum Juni ab, um sich dann etwa auf gleicher Höhe zu bewegen. Im Oktober sank sie überraschenderweise weiter ab, um im November deutlich anzusteigen.
Auffälligkeiten
Die hier genannten Werte beziehen sich immer auf den Aufzeichnungsbeginn (1983 bis jetzt)
Der Januar war der niederschlags reichste Monat Januar. Der Februar war der zweitniederschlags ärmste nach 1998. Der März wies eine Temperaturdifferenz von 25.5 °C zwischen Minimum und Maximum auf. Der Mai brachte keinen einzigen Sommertag zustande. Der Juni lag mit 5 Sommertagen am unteren Ende der Skala. Der Juli erbrachte keinen einzigen Tropentag. Dafür lag der September mit 6 Sommertagen am oberen Ende der Skala. Im Oktober war kein Frosttag zu verzeichnen. Der Dezember war mit 16 Nebeltagen ein extrem nebliger Monat.
Gesamteindruck
Der Januar war ein trüber, sonnenarmer, jedoch auch nebelarmer Monat mit leicht unter dem Durchschnitt liegenden Temperaturen und hin und wieder leichtem bis mäßigem Schneefall. Der Februar zeigte sich ähnlich trüb wie der Vormonat, wies allerdings deutlich höhere Temperaturen auf. Der März war niederschlagsarm , deutlich zu kalt und zu Monatsmitte und Monatsende relativ sonnig. Der April verhielt sich jahreszeittypisch , war zu trocken und überraschenderweise etwas zu warm. Der Mai war schlechter als üblich: zu nass, zu wenig Sonne und vor allem viel zu kalt. Der Juni setzte die Witterungslage des Mai fort: zu kalt und zu wenig Sonne. Der Juli war in der ersten Hälfte erneut zu kalt und wies zu viele Regentage auf, erst die zweite Hälfte erbrachte sommerliche Temperaturen. Der August war in der knappen ersten Hälfte ein Hochsommermonat mit allem, was dazugehört, der Rest war eher zu kühl und regnerisch. Der September war zunächst hochsommerlich warm mit überdurchschnittlichen Temperaturen und eher zu trocken. Das letzte Drittel zeigte sich deutlich unfreundlicher. Der Oktober zeigte einen ähnlichen Verlauf wie der September: zunächst sehr warm, dann in weiten Teilen eher unfreundlich. Der November war ein windreicher, trüber Monat mit durchschnittlichen Niederschlägen und Temperaturen. Der Dezember war in weiten Teilen extrem neblig, sonnenarm und mit 41 l/m² zu trocken.
Bilanz jahreszeitlich
Winterbilanz (Dezember/Januar/Februar)
- es war (nach einem trockenen Vorjahressommer ) ein eher feuchter Winter mit 202 l/m² (normal 160 l/m²)
- die Durchschnittstemperatur der Wintermonate lag mit 1,3 °C über dem Schnitt (zum Vergleich: normal 0,9 °C, kältester Winter -1,6 °C, wärmster Winter 3,5 °C)
- die große Kälte blieb aus: nur 14 Eistage (normal 23), dennoch 61 Frosttage (normal 59)
- mit 22 Schneetagen übertrafen wir den Schnitt deutlich (15)
- 24 stürmische Tage (normal 9)
- insgesamt waren die Wintermonate eher trüb (153 Stunden Sonne)
Frühjahrsbilanz (März bis Mai)
- es war (erstaunlicherweise) ein eher trockenes Frühjahr mit 173 l/m² (normal 189 l/m²)
- die Durchschnittstemperatur der Frühjahrsmonate lag mit 8,9 °C deutlich unter dem Schnitt (zum Vergleich: normal 9,7 °C, kältestes Frühjahr 7,8 °C, wärmstes Frühjahr 11,0 °C)
- nur 15 „warme Tage“, kein Sommertag, nur 585 Sonnenstunden (im Vorjahr fast 700)
Sommerbilanz (Juni bis August)
- es war, wie das Frühjahr, auch wenn es kaum glaubhaft ist, ein eher trockener Sommer mit 225 l/m² (normal 244 l/m² – Minimum 151 l/m² im Jahr 1983)
- die Durchschnittstemperatur der Sommermonate lag mit 18,1 °C unter dem Schnitt von 18,5 °C (zum Vergleich: kältester Sommer 17,3 °C, wärmster Sommer 22,2 °C)
- nur 6 statt 8 Tropentage, ein hohes Defizit an Sommertagen (32 Sommertage statt 40)
- dafür verantwortlich war vor allem der Juni, der mit 5 anstatt 10 Sommertagen völlig aus dem Rahmen fiel und der Juli, der anstatt 3 Tropentagen keinen einzigen Tropentag aufwies
- die Zahl der Gewitter lag im Schnitt
- 779 Sonnenstunden (im „Superjahr“ 2003 waren es 1049 Stunden)
Fazit :
Ein für unsere Breiten „normaler“ Sommer, der allerdings bei den Maximaltemperaturen (vor allem im Juni) unter dem Schnitt lag.
Herbstbilanz (September bis November)
es war niederschlagsmäßig ein normaler Herbst mit 163 l/m² (normal 188 l/m² – Minimum 85 l/m² im Jahr 1997 – Maximum 510 l/m² im Jahr 1998)
die Durchschnittstemperatur der Herbstmonate lag mit 10,2 °C deutlich über dem Schnitt von 9,4 °C (zum Vergleich: kältester Herbst 7,8 °C, wärmster Herbst 10,9 °C)
311 Sonnenstunden (im Vorjahr 381 Stunden)