Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 8,0 °C extrem über dem Schnitt (normal 5,4°C).
Es gab nur 8 kalte Tage (normal 15), keinen Frosttag (normal 13), keinen Eistag (normal einen) und keinen warmen Tag (normal einen).
Das Tagesmaximum von 23,0 °C wurde am 30. um 14 Uhr 50 erreicht, die Minimaltemperatur betrug0,0°C am 9. um 7 Uhr 10.
Der Luftdruck war besonders in der ersten Monatshälfte starken Schwankungen ausgesetzt, doch auch im Rest des Monats war es ein ständiges Auf und Ab. Daraus resultierte ein Durchschnitt von 1009,1 hPa
Erwähnenswert:
So früh wie noch nie, nämlich am 2. März erreichte die sog. Grünlandtemperatur den Wert 200, die den Beginn der Vegetationsperiode kennzeichnet. Im langjährigen Schnitt wird dieser Wert erst am 23. März erreicht. Das war insofern nicht verwunderlich, als es an 24 Tagen wärmer als üblich war. Dazu passt, dass an keinem Tag Frost auftrat, was in den letzten 30 Jahren nie der Fall war. Damit gehörte der Monat zu den wärmsten Monaten seit 1991, nur März 1994 war mit 8,3 Grad noch wärmer. Da wundert es nicht, dass an keinem Tag Schnee fiel (normal an drei Tagen).
Mit 110 Sonnenstunden (normal 125) wies der Monat zu wenig Sonnenschein auf. Kein Wunder, ließ sich die Sonne doch an acht Tage überhaupt nicht sehen und an vier Tagen auch nur zwei Stunden oder weniger. Mit dazu bei trugen sechs Nebeltage (normal vier).
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 30,6l/m² deutlich unter dem Schnitt (nur 57 % des üblichen Wertes). Den höchsten Tageswert mit nur 6,4 l/m² erzielten wir am 27. bei einem Schauer zwischen 19 und 20 Uhr. Mit16 Niederschlagstagen lagen wir über dem Schnitt (normal 14).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 21. um 14 Uhr 20 mit 47 km/h gemessen (windgeschützte Lage).
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit8,2km/h etwas über dem Schnitt und der Wind wehte hauptsächlich aus Osten
Interessant am Rande:
Nachdem Niederschlagsmangel lange Zeit ein großes Problem darstellte, schien sich das seit Oktober des letzten Jahres positiv zu ändern. Es war bis in größere Bodentiefen durchnässter und auch der Grundwasserspiegel stieg wieder. Doch der März schickte sich an, diesen Trend erneut zu beenden, waren bis Monatsmitte doch erst 20 Prozent des Monatsniederschlags gefallen und am Monatsende bestand immer noch ein Defizit von 42 Prozent.
Die Windmenge war im März gering aber wir erzielten immerhin 7 Tage mit heftigen Böen(normal 7).
Gesamteindruck
Der März startete etwas kühler und mit Hochnebel, doch bereits am Tag danach durchdrang die Sonne die Nebeldecke. Am 3. März bekamen wir bei ganztägigem Sonnenschein und einer Temperatur von fast 16 Grad einen Vorgeschmack auf den Frühling. Leider war die Freude nur von kurzer Dauer, denn ein Tiefdruckgebiet ließ die Temperatur sinken und die Regenneigung steigen. Bei weiterhin niedrigen Temperaturen, jedoch immer noch ohne Nachtfrost, ließ sich die Sonne am 8. und 9. März nach Nebelauflösung ganztags sehen. Dies erwies sich allerdings als ein tägliches Auf und Ab, einem Wechsel zwischen leicht winterlichen und dann wieder frühlingshaften Temperaturen von 16 bis 18 Grad. Da war es gar nicht so erstaunlich, dass es am 15. März zum ersten leichten Gewitter des Jahres kam. Der kalendarische Frühlingsanfang am 20. März verlief so, wie man es sich wünscht, nämlich mit viel Sonnenschein und einer Maximaltemperatur von 17 Grad. Dass dies nicht so bleiben konnte, war offensichtlich. Bereits am Palmsonntag kam es zu einem Temperatursturz, die Werte gingen nachts bis auf 1,6 Grad zurück. Extrem fallender Luftdruck mit nur noch 984 hPa ließ zunächst für die Karwoche nichts Gutes erwarten, zumal heftige Windböen recht kalt waren. Doch überraschenderweise schaufelten mehrere Tiefs Warmluft und allerdings auch Saharastaub aus dem Süden in unseren Raum, so dass an Ostern Werte von bis zu 23 Grad erreicht wurden.
Insgesamt betrachtet war der Monat trotz starker Temperaturschwankungen erheblich zu warm und zu niederschlagsarm bei einer zu geringen Zahl an Sonnenstunden.