Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 3,3°C extrem über dem Schnitt (normal 1,2°C).
Es gab 26 kalte Tage (normal 29),nur 13 Frosttage (normal 19) und 3 Eistage (normal 7). Das Tagesmaximum von 11,2 °C wurde am 30. um 13 Uhr 50 erreicht, die Minimaltemperatur betrug-10,2°C am 4. um 8 Uhr.
Der Luftdruck war extremen Schwankungen ausgesetzt. So reichte er vom Jahreshöchststand mit 1043,2 hPa bis zum Tiefststand mit 996,9 hPa. Dies ergab einen Schnitt von 1016,4 hPa
Erwähnenswert:
Zunächst schien es, als würde sich im Dezember die Reihe der zu warmen Monate nicht fortsetzen, denn noch am 10. Dezember lag der aktuelle Schnitt mit -1,1 Grad deutlich unter dem langjährigen Wert. Doch das änderte sich dann schnell, denn bereits ab dem 12. Dezember war der Monat wieder, wie fast schon gewohnt, mit einem Schnitt von 3,3 Grad deutlich zu warm.
Der Dezember ist ja von Sonnenstand und Tageslänge her prinzipiell der Monat mit der geringsten Zahl an Sonnenstunden. Dennoch wurden heuer die üblichen 43 Stunden mit 48 Stunden sogar etwas übertroffen. Dies war vor allem auf drei Tage zurückzuführen, die mit sechs bis 8 Sonnenstunden glänzten.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 83,8l/m² über dem Schnitt (29 % mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 15,2 l/m² erzielten wir am 22. bei über den ganzen Tag verteiltem Niederschlag.
Mit 22 Niederschlagstagen lagen wir über dem Schnitt (normal 17).
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 24. um 19 Uhr 5 mit 67 km/h gemessen (windgeschützte Lage).
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit lag mit 10,6km/h weit über dem Schnitt und der Wind wehte großenteils aus Westen
Interessant am Rande:
Der starke Schneefall in den ersten fünf Tagen des Monats ist gar nicht so ungewöhnlich wie man glaubt. Auch in den Vorjahren wurden vor Monatsmitte bereits Schneehöhen von bis zu 16 cm erreicht. Genauso typisch der Fall, dass danach längeres Tauwetter eintritt, das sog. Weihnachtstauwetter. Da war es nicht verwunderlich, dass diesen Monat das Soll beim Niederschlag bereits am 22. Dezember erreicht und danach sogar deutlich überschritten wurde.
Die Windmenge war im Dezember sehr hoch und wir erzielten 13 Tage mit zum Teil heftigen Böen(normal 6).
Gesamteindruck
Nach starkem Luftdruckabfall setzte am 1. Dezember ganztägiger Schneefall ein, der sich am nächsten Tag fortsetzte und eine wunderschöne Winterlandschaft bei einer Schneehöhe von 13 cm hervorzauberte. Damit machte der meteorologische Winteranfang seinem Namen alle Ehre. Dazu strahlte am 3. Dezember nach einer sehr kalten Nacht mit -8,8°C bereits ab dem Vormittag die Sonne vom wolkenlosen Himmel. Die Temperatur erreichte am 4. Dezember frostige -10,2 °C, wobei einsetzender Eisregen auf den Straßen schwierigste Verhältnisse hervorrief. Erst ab dem 8. Dezember setzte eine Milderung des Frostes ein und der Niederschlag fiel endgültig als Regen. Nun war es mit der Winteridylle vorbei und richtiges Schmuddelwetter erwartete uns am 2. Advent, nachdem ein Tiefdruckgebiet das andere ablöste. Schneller als gedacht, trat nach drei Tagen mit Niederschlag Hochwasser auf, hauptsächlich durch Schmelzwasser verursacht. Nach drei trüben Tagen ließ sich am 14. Dezember nach stark steigendem Luftdruck die Sonne wenigstens für 2 Stunden sehen. Gleichbleibend hoher Luftdruck mit einem Jahreshöchststand von 1043,2 hPa sorgte am 3. Advent nach Nebelauflösung für wolkenlosen Himmel, allerdings auch für tiefere Nachttemperaturen. Dies währte aber nicht lange. Das ausgedehnte Tief Zoltan führte ab dem 21. Dezember zu heftigsten Windböen, täglichem Regen und steigender Temperatur, was für die Feiertage nichts Gutes prophezeite. Nach fünf überaus stürmischen Tagen ließ sich endlich am ersten Weihnachtsfeiertag die Sonne kurz sehen, die Wetterlage beruhigte sich aber nur langsam. Ziemlich mild und sonnig, aber windreich ging das Jahr dem Ende zu.
Insgesamt betrachtet war der Monat äußerst niederschlagsreich, erneut erheblich zu warm bei einer sehr hohen Zahl an Tagen mit heftigen Sturmböen.