Temperatur und Luftdruck
Der Monat lag mit einer Durchschnittstemperatur von 0,4°C deutlich unter dem Schnitt (normal 1,6°C).
Es gab 31 kalte Tage (normal 29), 20 Frosttage (normal 19) und 8 Eistage (normal 7).
Das Tagesmaximum von 8,4 °Cwurde am 7. um 13 Uhr 25 erreicht, die Minimaltemperatur betrug -16,2 °C am 20. um 8 Uhr 05.
Der Luftdruck schwankte zwischen 984 hPa und 1028 hPa und wies vom 9. bis 22. eine stetig fallende Tendenz auf, besonders krass vom 21. zum 22. Letztlich überwog eher tiefer Luftdruck (Schnitt: 1008,9 hPa)
Erwähnenswert:
Das Temperaturniveau war im ersten Monatsdrittel ähnlich wie in den Jahren 2006 und 2007 recht hoch. Erst dann sank der Schnitt auf jahreszeitübliche Werte. Vom 13. bis 20. folgten dann sogar 8 Eistage unmittelbar aufeinander (kälteste Tage am 19. mit einem Schnitt von -12,3°C und am 20. mit einer Tiefsttemperatur von -16,2°C). Damit lagen wir nach dem Höhenflug zu Monatsbeginn ab jetzt sogar deutlich unter dem Schnitt. Vergleichbare Tiefsttemperaturen traten 2001 mit -17°C und 1996 mit -18°C auf. Dass wir über solche Temperaturen staunen, liegt allerdings auch daran, dass wir echte Winter nicht mehr so gewohnt sind. So wies der Dezember 1995 stolze 17 Eistage, der Dezember 1996 insgesamt 28 Frosttag e auf.
Die erste Monatshälfte zeigte sich extrem sonnenarm: nur 8 Stunden Sonne insgesamt bis zum 15. waren nicht berauschend. Obwohl sie sich ab dem 17. häufiger zeigte, war die Bilanz ernüchternd: 16 Tage völlig ohne Sonne und nur 3 Tage mit 4 Stunden Sonne oder mehr. So wundert es nicht, dass der Monat mit 36 Stunden Sonne erheblich unter dem Schnitt (43 Stunden) lag. Dennoch schnitt er noch besser ab als der extrem sonnenarme Dezember 2004, der nur 23 Stunden Sonne vorzuweisen hatte.
Niederschlag und Wind
Die Niederschlagsmenge lag mit 80,6l/m² erheblich über dem Schnitt (37% mehr als üblich). Den höchsten Tageswert mit 12Litern erzielten wir am 11. - verteilt über den ganzen Tag.
Mit 23 Niederschlags tagen (normal 15) lagen wir deutlich über dem Schnitt.
Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 25. um 18 Uhr 25 mit 38,6km/h gemessen. (windgeschützte Lage)
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit betrug 7,7 km/h und lag damit im üblichen Bereich. Dabei blies der Wind hauptsächlich aus Ost-Südost
Interessant am Rande:
Einige ergiebigere Regengüsse im ersten Monatsdrittel (9 l/m² und mehr am 8., 10. und 11.) bewirkten, dass wir uns langsam dem Niederschlagssoll des Jahres näherten und den üblichen Dezemberschnitt sogar übertrafen. Der Schneefall lag mit 6 Schneetagen etwa im Schnitt (normal 5 Schneetage), wobei bei einer Schneehöhe von nur wenigen Zentimetern ein Schneechaos wie in vielen Teilen Deutschlands bei uns ausblieb.
Erstaunlich, dass trotz der tiefen Temperaturen relativ wenig Nebel auftrat: nur 6 Nebeltage (normal 7).
Vom Wind her zeigte sich der Monat unspektakulär. Nur an 4 Tagen traten Windgeschwindigkeiten von 30 km/h und mehr auf.
Gesamteindruck
Der Dezember startete mit Regen, da es für Schneefall immer noch zu warm war. Diese milde, regnerische Witterung dauerte bis zum 9.an. Starker Luftdruckanstieg ließ allerdings die Aussicht auf winterliche Temperaturen steigen. Ab dem 11. stellte sich die Wetterlage tatsächlich um, die Temperaturen sanken allmählich und am 12. kam es erstmals zu geringfügigem Schneefall. Der 3. Adventssonntag brachte dann endgültig winterliche Temperaturen und gleichzeitig den ersten Eistag dieses Winters. Diese kalte, sonnenarme Witterung blieb uns bei stetigem Temperaturrückgang weiterhin erhalten. Am 17. setzte dann sogar erneut Schneefall ein, der eine minimale Schneedecke auf die Wege zauberte. Überraschenderweise ließ sich nach 6 Tagen auch die Sonne mal wieder andeutungsweise sehen, am 20. dann sogar für über 5 Stunden. Arktische Kaltluft trieb die Temperaturen allerdings ab dem 18. massiv in den Keller, es herrschte weiterhin Dauerfrost und sogar die Tagestemperaturen lagen weit unter Null (Maximaltemperatur am 19: war -6,2°C). Weitere etwas kräftigere Schneefälle vom 20. bis 22. ließ durch die damit verbundene Glätte die Unfallgefahr auf den Straßen erheblich steigen. Mit weißen Weihnachten wurde es leider nichts, da der starke Temperaturanstieg am 22. die Schneedecke schnell wegschmelzen ließ. Dafür erwies sich der 26. als großer Lichtblick, da uns ganztägiger Sonnenschein beschert wurde (mit fast 7 Stunden sonnigster Tag des Monats). Bei steigenden Temperaturen ging der Monat warm und regnerisch zu Ende.
Insgesamt betrachtet war der Monat zu kalt, niederschlagsreich und recht sonnenarm.